Getreide

Tags: - 30. Juni 2009
getreide

Das am schnellsten zuzubereitende Getreide ist Couscous (Hartweizengrieß), welches mit der doppelten bis dreifachen Menge kochendes Wasser übergossen wird und nach einigen Minuten ziehen fertig ist. Die Wassermenge kann nach gewünschter Konsistenz (körniger oder breiiger) variiert werden. Polenta ist Maisgrieß und wird in die doppelte bis dreifache Menge kochendes Wasser eingerührt. Die Kochzeit beträgt etwa 15 Minuten, wobei man oft umrühren sollte und die Flamme klein hält, damit es nicht anbrennt. Wenn man die gekochte Polenta auf einem Brett ausstreicht und einige Stunden stehen lässt, wird die Konsistenz härter und man kann sie zum Beispiel wie Getreidelaibchen in etwas Olivenöl anbraten. Couscous und Polenta kann man sowohl süß als auch salzig genießen (zum Beispiel mit Olivenöl und Parmesan gemischt).

Haferflocken, Hirseflocken, Reisflocken und andere Flocken sind leicht verdaulich und werden einige Minuten in Wasser gekocht. Durch längeres Kochen werden sie noch verträglicher. Hirse, Quinoa, Buchweizen und Amaranth werden zuerst mit heißem Wasser gewaschen, um Bitterstoffe zu lösen, damit sie bekömmlicher werden. Die Kochzeit (doppelt so viel Wasser wie Getreide) ist mit ca. 20 Minuten anzusetzen. Diese Getreide enthalten besonders viele Mineralstoffe wie Calcium und Magnesium.

Weizen, Dinkel, Gerste, Hafer und Reis im vollen Korn werden mit kaltem Wasser gewaschen und können vor dem Kochen einige Stunden eingeweicht werden. Das verkürzt die Kochzeit und macht die Inhaltsstoffe besser verwertbar. Vollkorngetreide muss mindestens eine Stunde gekocht werden, damit es richtig weich ist. Länger gekochte Getreide (mindestens 2 Stunden) enthalten nach TCM besonders viel Qi und sind auch mit schwächerer Verdauung sehr gut verträglich. Alle Getreide können vor dem Kochen trocken angeröstet werden (ohne Fett), bei ständigem Rühren, um ein Anbrennen zu vermeiden. Das erhöht die erwärmende Wirkung und hilft bei einer zu kalten und feuchten Milz.

Ein klassisches chinesisches Gericht ist der Congee: Reis (am besten Vollkornreis) wird mehrere Stunden oder sogar über Nacht mit viel Wasser auf kleiner Flamme gekocht, bis eine Art Suppe oder Brei entsteht (kann man variieren durch die Wassermenge). Ein Congee gibt dem Körper sehr viel Qi und belastet ihn dabei nicht. Deshalb ist er besonders empfehlenswert für Personen, die krank sind oder krank waren oder Darmbeschwerden haben. Man kann seine Wirkung variieren durch Zugabe von Kräutern, Gewürzen, Gemüse, Fleisch, Obst oder Nüssen.

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