Die Tipps in diesem Kapitel sind vor allem für jene NeurodermitikerInnen empfehlenswert, bei denen die Feuchte Hitze im Vordergrund steht (vgl. Drei Phasen der Neurodermitis), zu erkennen an den nässenden Ausschlägen.
Laut Claude Diolosa[29] ist eine einfache, aber effektive Methode, um Feuchtigkeit auszuleiten, eine Reiskur. Diese soll 10 bis 12 Tage dauern und besteht aus Vollkorn-Rundkornreis und heißem Wasser bzw. verdauungsfördernden Tees (Kümmel, Kardamom, Fenchel). Etwas Salz ist erlaubt, sonst keinerlei weiteren Zutaten. Laut Diolosa entgiftet eine solche Kur den Dickdarm und stärkt die Milz. Er empfiehlt sie als regelmäßige Frühjahrs- und Herbstkur für jeden. Diolosa berichtet, dass diese einfache Kur schon vielen NeurodermitikerInnen sehr geholfen hat, oft mehr als die Verabreichung von chinesischen Kräutern.
Ich möchte hinzufügen, dass die Getränke je nach Typ abgeändert werden können. Da NeurodermitikerInnen oft viel Hitze aufweisen, sind kühlende, Hitze ausleitende Tees wie Grüner Tee oder Löwenzahntee besser geeignet als die wärmenden Tees, die Diolosa aufzählt. Um die passenden Tees zu bestimmen, empfiehlt sich eine Ernährungsberatung nach TCM, da man da einiges falsch machen kann. Ein Tipp, der immer hilft, ist auf die Verdauung zu achten und je nachdem mit der Thermik darauf einzugehen (zum Beispiel bei Durchfall mehr wärmen, bei Verstopfung eher kühlen).
Eine Abwandlung dieser Kur besteht im Hinzunehmen von gekochtem Gemüse und Gemüsesuppen, zubereitet ohne Fett und mit nur wenigen Gewürzen. Die Einfachheit und Monotonie der Nahrung steht im Vordergrund. Letztlich muss eine solche Kur aber vor allem durchgehalten werden können, deshalb muss jeder für sich die passende Form finden. Es lohnt sich auf jeden Fall, da der Darm entgiftet wird und der Körper danach viel besser funktioniert.
[29] Diolosa, ebd.

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