Pflege der Haut

Zur Pflege der Haut von NeurodermitikerInnen wird schulmedizinisch die Verwendung von fettenden Salben als Basispflege empfohlen. Bei einem akuten Schub sollte man Feuchtigkeitscremes verwenden, damit die Haut nicht verstopft wird und atmen kann. Aus Sicht der TCM kann hier Sesamöl empfohlen werden, das die Haut kühlt und nicht verstopft. Folgende Nahrungsmittel äußerlich aufgetragen können außerdem bei Neurodermitis helfen: Joghurt, Kefir, Schweineschmalz.[34] Diese wirken alle kühlend.

Ein von mir getestetes Hausmittel gegen Juckreiz ist eine Messerspitze Schwefelpulver vermischt mit etwas Butter (empfohlen von meiner Freundin Mariam Hudoian aus Armenien). Das trägt man einmal am Tag auf die Haut auf. Bei mir hat es geholfen, allerdings ist der Geruch gewöhnungsbedürftig. Aus Sicht der TCM kann man die Wirkung eventuell mit der kühlenden Wirkung von Mineralien erklären.

Schwarzkümmelöl ist ebenfalls ein oftmals empfohlenes Mittel sowohl zur äußeren Pflege als auch zur Einnahme. Es soll das Immunsystem stützen und wirkt äußerlich aufgetragen antibakteriell. Ich habe es ausprobiert und als angenehm empfunden.

Durch Bäder mit Salz aus dem toten Meer kann die Ausleitung von Feuchter Hitze unterstützt werden. Bäder sollten aber insgesamt nicht zu lange dauern (20 Minuten) und nicht zu heiß sein, um die Haut nicht zu sehr zu reizen.

Was Seifen und Waschmittel sowie Kosmetika, Parfums etc. betrifft, so ist Vorsicht angebracht, da diese oft Auslöser einer Hautreaktion sind bzw. die Haut reizen können. Ich empfehle, möglichst naturbelassene Produkte zu verwenden und allgemein sich auf wenige Produkte zu beschränken.

[34] Engelhardt/Hempen 2006, S. 589.

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