Tipps für Schnupfen & Co. bei Kindern

Tags: - 12. Oktober 2011

 

pixelbiene© pixelbiene / PIXELIOEs wird kälter und Schnupfen und Husten verbreiten sich - unter Kindern wie Erwachsenen. Hier möchte ich Ihnen einige Tipps aus Sicht der TCM geben, wie Sie mit solchen banalen Krankheiten umgehen können, besonders bei Kindern.

1. Ernährung

Sowohl bei Schnupfen als auch bei Husten und Ohrenweh spielt Kälte als Auslöser eine große Rolle, deshalb ist es wichtig, kalte Nahrungsmittel zu vermeiden. Dazu gehören:  alles aus dem Kühlschrank, kalte Getränke, rohes Obst und Gemüse (v.a. Zitrusfrüchte, Bananen, Tomaten, Gurken)

Der zweite wichtige Faktor ist Feuchtigkeit (erkennbar an der rinnenden Nase oder  dem verschleimtem Hals). Auch hier ist das Vermeiden wichtig.
Nahrungsmittel, die Feuchtigkeit verstärken, sind: Milchprodukte (v.a. Kuhmilch, Jogurt, weiche Käsearten, Topfen), Süßigkeiten, alles Kalte (siehe oben)

Außerdem sollte man keine Hühnersuppe und keine Eier geben, da diese nach TCM-Lehre den krankheitserregenden Faktor im Körper halten.

Empfohlene Ernährung bei Erkältungen:

gekochte, leicht bekömmliche Speisen wie Reis, Gemüse, Gemüsesuppen, Grießkoch, gekochte Haferflocken, Kompott, etc.

2. Kalt oder heiß?

Wichtigste Frage: ist dem/der PatientIn kalt oder heiß? Bei kleinen Kindern merkt man das schon beim Angreifen, besonders der Füße und Hände.

Bei Kälte: wärmen!
Dazu eignen sich Tees (bei kleinen Kindern verdünnen) mit Ingwer, Majoran oder Lindenblüten, gerne mit einem Löffel Honig.
Außerdem hilft eine Wärmflasche im Bett, warm anziehen und eventuell Fußbäder mit heißem Ingwerwasser (ein Stück Ingwer 10 Minuten auskochen).

Bei Hitze: kühlen!
Zum Beispiel mit einem Fußbad, bei dem das Wasser zuerst auf Körpertemperatur ist und dann langsam immer mehr abgekühlt wird. Auch Pfeffeminztee kühlt den Körper, ebenso wie eine kalte feuchte Auflage auf der Stirn und die berühmten Essigpatscherln.

3. Medikamente

So gut es geht meiden und natürliche Mittel wie Wickel, Tees etc. verwenden! Geben Sie dem Körper die nötige Zeit, um selbst mit dem Schnupfen oder dem Husten fertigzuwerden. Medikamente kürzen den natürlichen Krankheitsverlauf ab und dadurch kann es zu einer Chronifizierung der Krankheit kommen, das heißt z.B. die Mittelohrentzündung kommt immer wieder. Auch die Entstehung von Autoimmunerkrankungen wird mit einer zu häufigen medikamentösen Unterdrückung von banalen Infekten in Verbindung gebracht. Näheres dazu in diesem TCM-Fachartikel (besonders die 6 Stadien einer Erkältung auf der zweiten Seite sind interessant).

Tipp bei verstopfter Nase und Husten bei Kindern:
eine halbe Zwiebel aufschneiden und in einem Schüsselchen in der Nacht neben das Bett stellen. Hilft super!

Mehr über Ernährung und Hausrezepte für kranke Kleinkinder erfahren Sie in meinem Vortrag am 21. November 2011 in der VHS Landstraße.

 

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