Grüner Tee ist wohl das bekannteste Getränk aus dem asiatischen Raum und gilt bei uns als sehr gesund. Er soll gegen Krebs vorbeugen, das Altern verzögern und schlank machen. Es gibt schon verschiedene Sorten davon und viele Leute trinken große Mengen davon. Was steckt aus Sicht der TCM hinter diesem Getränk?
Eigenschaften und Wirkung von Grünem Tee laut TCM
Element: Feuer
Geschmack: bitter
Thermik: kühlend
Wirkung: kühlt Hitze (insbesondere im Kopfbereich), senkt das Qi ab, wandelt Feuchtigkeit um, diuretisch, entgiftend
(Quelle: Chinesische Diätetik, Engelhardt/Hempen)
Folgende Beschwerden können also mit Grünem Tee gelindert werden:
Kopfschmerzen, Augenschmerzen, verschwommene Sicht, heißer Kopf, Kater nach Alkoholabusus, Geschwüre im Mund, Übergewicht mit innerer Hitze, Verdauungsblockaden, Müdigkeit und Abgeschlagenheit mit innerer Hitze
Da Krebs in der TCM als feuchte Hitze bzw. Schleimkrankheit gilt, stimmt es also, dass Grüner Tee ein geeignetes Getränk für die Vorbeugung dieser Krankheit ist. Auch Übergewicht gilt als feuchte Hitze bzw. Schleim, also kann Grüner Tee auch bei dessen Reduzierung helfen.
Bitte VORSICHT mit Grünem Tee bei folgenden Beschwerden:
kalte Füße, häufiges Frieren, Neigung zu hartem Stuhl, Verstopfung, Zwischenblutungen bei der Menstruation, Gastritis, stechende Magenschmerzen, trockene Haut, trockene Augen, trockene Schleimhäute, Schlafstörungen
Fazit:
Auch hier bewahrheitet sich wieder das Prinzip, dass allgemeine Empfehlungen nicht funktionieren, da jeder anders ist! Grüner Tee ist für manche sehr empfehlenswert, anderen hingegen kann er sehr schaden.
Falls Sie sich nicht sicher sind, zu welchem Typ Sie gehören, gehen Sie zu einem/einer ErnährungsberaterIn nach TCM.
Oder: Ein maßvoller Genuss, das heißt, alle paar Tage ein bis zwei Tassen, kann auf keinen Fall schaden.
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