Gesund essen - was heißt das?

Tags: - 23. März 2010

Viele Menschen möchten sich gesund ernähren, sind aber oft verwirrt von den widersprüchlichen Informationen in den Medien. Teilweise sind es auch die eigenen Erfahrungen, die nachdenklich machen: wenn Rohkost zum Beispiel so gesund ist und ich jeden Tag möglichst viel davon essen soll, warum bekomme ich dann Blähungen auf rohen Paprika?

Hier ist der erste Unterschied zur Ernährung nach TCM zu erkennen:

Die Traditionelle Chinesische Medizin sieht den Menschen als Individuum mit seinen ganz persönlichen physischen und psychischen Stärken und Schwächen. Und genau auf diesen Menschen sind die jeweiligen Ernährungsempfehlungen abgestimmt. Deshalb gibt es keine allgemeinen Empfehlungen und Verbote, weil eben jeder verschieden ist.

Der zweite Unterschied:

Die thermische Wirkung der Nahrungsmittel steht im Mittelpunkt. Die Messwerte der westlichen Ernährungslehre wie Kalorien, Kohlenhydrate, Eiweiß und Vitamine spielen hingegen keine Rolle. Ein Beispiel: Tomaten und Gurken wirken auf den Körper sehr abkühlend, Fenchel und Huhn hingegen wärmend. Jemand, dem zum Beispiel immer heiß ist, der einen roten Kopf hat und der cholerisch ist, wird gut beraten sein, kühlende Lebensmittel zu bevorzugen. 
Außerdem werden Lebensmittel nach ihrem Geschmack unterschieden: natursüße Nahrung wie Karotten, Reis und Fleisch wirken harmonisierend, befeuchtend und nährend auf den Körper, sauer hingegen bewahrt die Säfte und ist deswegen bei starkem Schwitzen im Sommer gut geeignet (z.B. Soda Zitron).

Ein Beispiel für die unterschiedliche Einschätzung von Lebensmitteln von Ost und West finden Sie hier: ein Porträt der Zitrusfrüchte.

Fazit:

Hören Sie auf Ihren Körper und lassen Sie sich nicht von neuen Ernährungsmoden verunsichern. Das, was Ihnen persönlich gut tut, ist mit großer Wahrscheinlichkeit auch das, was für Sie eine gesunde Ernährung ist. Dabei ist es wichtig, die eigene Verdauung zu beobachten: ist der Stuhl geformt und kommt er regelmäßig (am besten 1x täglich immer zur selben Zeit)? Bekomme ich auf bestimmte Nahrungsmittel Blähungen, Sodbrennen oder Aufstoßen? Dann sind diese wahrscheinlich nicht für mich geeignet. Gekochtes ist oft verträglicher als Rohes: probieren Sie zum Beispiel einmal Kompott statt rohes Obst. Oft schwer verdaulich sind auch Brotmahlzeiten, essen Sie Brot lieber zu Suppe oder Eintopf dazu.

Kleine Beschwerden wie Magendrücken, Kopfweh und kalte Füße werden in der TCM sehr ernst genommen und sind Hinweise auf energetische Ungleichgewichte. Seien Sie ehrlich zu sich selbst - dann wissen Sie sicher, was für Sie gut ist und was nicht!

Für eine genauere Beratung stehe ich gerne zur Verfügung. Hier meine Kontaktdaten.

 

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